Rammschläge für den weiteren Hafenaufschwung

21.11.2016

Mit Bordbesuchen kennt sich Wismars Bürgermeister Thomas Beyer längst aus. Diesmal musste er seine Repräsentationspflichten auf dem Ausflugsschiff „Hanseat“ wahrnehmen. In Anwesenheit von am Bau beteiligten Firmenmitarbeitern und weiteren Repräsentanten von Seehafen und Kommune leitete er mit einem langen Signal aus der Druckluftflasche den symbolischen Rammschlag vor dem neuen Hafenbauplatz ein. Schon begann der Rammbär sein wuchtiges Werk an der künftigen Spundwand. Dabei kommen  Spundbohlen zum Einsatz, bis zu 28 Meter lang und 1,40 Meter breit mit einem Gewicht von acht bis neun Tonnen. Dieser stählerne „Wasserzaun“ aus etwa 250 bis 260 Elementen wird einmal 332 Meter lang sein und bildet die Basis einer neuen Kaikante. „Etwa 80 Meter vom jetzigen Ufer entfernt“, erklärt all diese Fakten Projektleiter Knut Mertz, von Unternehmen Züblin.

Ist dies geschehen beginnt eine Art moderne Landgewinnung. Denn damit entstehen gleichzeitig 41.500 Quadratmeter als neue, multifunktionale Hafenerweiterungsfläche, einschließlich Gleisanschluss und der Verbindung der Hafenstraße zum neuen Terminal. Die Rammarbeiten sollen spätestens im März 2017 beendet sein.  Ab Ende 2018 können dann Großschiffe mit einer Länge bis 294 Meter an den beiden zusätzlich geschaffenen Liegeplätzen festmachen. Die Erschließung weiterer Märkte nach Übersee ist damit möglich.

Stahlwasserbauarbeiten sowie Nassbaggerarbeiten zur Schaffung von ausreichenden Wassertiefen waren dazu im Vorfeld notwendig. Durchgeführt wurden bereits und werden zudem diese und weitere Arbeiten u.a. von der Arbeitsgemeinschaft aus der Nr. 1 im deutschen Hoch- und Ingenieurbau, der Ed Züblin AG, sowie dem Spezialwasserbauspezialisten Colcrete von Essen GmbH, der auf eine über 140 jährige Erfahrung zurückblicken kann.

Bereits Ende Juli diesen Jahres überreichte der alte und neue Minister für Energie, Infrastruktur  und Landesentwicklung, Christian Pegel den vom Land mit 75 Prozent geförderten Bescheid über rund 21,9 Mio. Euro für dieses Hafenerweiterungs-Großprojekt. Es sieht insgesamt ein Investitionsvolumen von 31 Millionen Euro vor.

Mit dem Abschluss dieses Projektes kann der Seehafen Wismar seinen Standort im Wettbewerb deutlich stärken. „Markt- und Wettbewerbslage machen den Bau dieser zusätzlichen Kaianlage und Umschlagfläche erforderlich. Nur so bleiben wir auf Augenhöhe mit Kunden und Mitbewerbern und können die Anforderungen an einen wettbewerbsfähigen Hafenstandort bedienen.“, betont Bürgermeister Thomas Beyer. Er hofft zudem auf Grund der Wiederbelebung des Schiffbaus in Wismar auf eine Beschleunigung des Vorhabens zur Vertiefung der Bundeswasserstraße.

pdf

Kontakt

Seehafen Wismar GmbH
Kopenhagener Str. 3
23966 Wismar
Anfahrt PKW: Kopenhagener Str. 3 Anfahrt LKW: Tonnenhofstraße

+49 3841 452-0

Notfall-Rufnummern

Außerhalb der normalen Arbeitszeiten in dringenden Fällen kontaktieren Sie bitte folgende Personen:

Chef vom Dienst/
Bereitschaftsdienst Seehafen Wismar
+49 3841 452-400

Harald Forst, Hafenkapitän
+49 3841 2513260+49 172 9144968

ASB Sicherheitsdienst GmbH
+49 3841 452 327+49 151 18245263

Roland Pfefferkorn, Eisenbahnbetriebsleiter
+49 355 474669+49 171 1402258

Volker Dührkoop, PFSO
+49 170 8355878

Laurenz Dührkoop, stellv. PFSO
+49 159 01092122

Lage & Anfahrt