Seehafen Wismar aktiv für saubere Meere - nothing overboard!

19.06.2013 – 


Immer mehr Plastikabfälle belasten die Weltmeere und Küsten weltweit. Die Seehafen Wismar GmbH setzt sich zusammen mit der Aktion „Plastik  - weniger ist Meer“ ein, um einen Beitrag zur Sauberkeit in der Ostsee zu leisten.

Kunststoffprodukte sind aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. Ob Einkaufstüte, Wasserflasche oder Verpackungsmaterial: Es ist praktisch, billig und vor allem lange haltbar. Genau darin liegt das Problem: Der Großteil landet nach einmaligem Gebrauch im Müll oder in der Umwelt, wo er nicht verrottet sondern  noch jahrhundertelang unsere Umwelt belastet und als vermeintliche „Nahrung“ von Vögeln, Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen wird.

Die Abfälle gelangen durch Flüsse, nach Überschwemmungen oder direkt in das Meer. Aber nicht nur von Land kommt der Müll, auch die Seeschifffahrt spielt eine Rolle. Dabei ist es seit über 30 Jahren dank des Übereinkommens MARPOL weltweit verboten, seinen Unrat im  Meer zu entsorgen.

Um diesen wieder aus dem Wasser zu bekommen, rief der „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ das Projekt „Plastik – weniger ist Meer“ ins Leben. Bei diversen Reinigunsaktionen wird die Meeresumwelt vom  Abfall bereinigt und mit der Kampagne soll die Entsorgung über Bord eingedämmt werden.

Der Seehafen Wismar unterstützt den Schutz der Ostsee, indem Schiffsmüll, Altöl, Bilgenwasser und andere Abfallstoffe wie Kombüsenabfälle von Seeschiffen entgegengenommen und einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden.

Der Seehafen Wismar steht im Austausch mit dem BUND und ortsansässigen Schiffsmaklerunternehmen wie u.a. der K+S Transport GmbH, dem Wismarer Schifffahrtskontor WISKO und der SCAN-Shipping GmbH. Diese betreuen agenturmäßig eine Vielzahl von Schiffen im Wismarer Hafen. Mit ihnen zusammen wird Infomaterial wie z.B. die Comics aus dem Kreativwettbewerb „Nix geht über Bord“ vom BUND zu diesem Projekt an die Schiffsbesatzungen verteilt, um  diese für den Schutz der Meeresumwelt noch stärker zu sensibilisieren. Aufgabe ist es, immer wieder darauf hinzuweisen, welche Auswirkung unser tägliches Handeln auf die Weltmeere hat. Es geht nicht nur darum, der Müllflut entgegenzuwirken, sondern auch zu verhindern, dass giftige Stoffe in unsere Nahrungskette gelangen. Denn Fischbrötchen mit giftigen Plastikrückständen möchte wohl keiner auf dem Teller haben.

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