Erneuter Umschlag von Windkraftanlagen

19.12.2012 – 

Nach dem erfolgreichen Umschlag einer Windkraftanlage der Firma Kenersys hatte der Seehafen Wismar nun erneut die Möglichkeit, sein Know-how im Handling von Windkraftanlagen unter Beweis zu stellen. Dieses Mal waren es gleich mehrere Anlagen. Zwölf Maschinenhäuser, zwölf Rotornaben und vier Container wurden bereits Ende Oktober in einem Lot aus dem portugiesischen Hafen Leixoes bei Porto importiert. Die dazugehörigen 39 Rotorblätter mit einer Gesamtlänge von 45 m gingen vor kurzem über die Wismarer Kaikanten, ebenfalls in einem Lot.

Die von einem der führenden Produzenten für Windkraftanlagen hergestellten Komponenten wurden im Seehafen Wismar fachgerecht umgeschlagen und zwischengelagert. Lediglich zwei Schichten benötigten die Hafenfachkräfte für das Löschen der Rotorblätter im Tandembetrieb der Portalkräne, so dass der 108 m lange und 16 m breite Spezialfrachter „Abis Dover“ bereits am Abend den Hafen wieder verlassen konnte. Ähnlich lief es beim Entladen des Frachtschiffes „Abis Breskens“ ab. Innerhalb eines Tages wurden auch hier die Maschinenhäuser, Rotornaben und Container mithilfe des 104 t Liebherr Mobilkrans entladen.

Dank der eigens für Projektladungen mit Überlängen bis zu 60 m ausgebauten, barrierefreien Infrastruktur wurden die einzelnen Anlagenteile in den vergangenen Wochen nach und nach Richtung Polen problemlos abtransportiert. 

Die steigende Nachfrage nach dem professionellen Handling und der Lagerung größerer Mengen an Windkraftanlagen kann der Seehafen Wismar aufgrund seiner qualifizierten Fachkräfte und hoch-modernen Umschlagtechnik jederzeit bedienen. 

Götz Strahl, Betreuer des Projektes im Seehafen Wismar, zeigt sich optimistisch in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung im Bereich des Umschlags von Windkraftanlagen im Wismarer Hafen. „Wir fühlen uns in jeglicher Hinsicht gut gewappnet für die kommenden Aufträge in dieser Größenordnung.“

Jens Hafemann, Geschäftsführer JH Logistik GmbH: „Wir kennen den Hafen Wismar bereits als flexiblen, kooperativen und wirtschaftlich arbeitenden Seehafen. Für dieses Projekt wurden mehrere Optionen auf Kosten- und Nutzenaspekte geprüft. Dabei hat sich Wismar als konkurrenzfähigster Partner durchgesetzt. Gemeinsam mit dem Projektteam des Seehafens sowie dem Schweizer Projektteam der Gutmann Heavy Logistics AG haben wir ein schlüssiges  und arbeitsfähiges Konzept erarbeitet, um unserem Kunden eine sichere und reibungslose Abwicklung für die Schiffsentladung sowie die Ein- und Auslagerung seiner Güter zu gewährleisten.“

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